Spaar en Hout

Haarlem
Neubau in einem monumentalen Garten
Stichting Huize Spaar en Hout

‘Architectonische bosrand in tuin van Springer’

Standort

Das Projekt befindet sich in einem von Leonard Springer entworfenen monumentalen Garten. Die Gartengestaltung besteht aus zwei glockenförmigen Räumen, von denen der ost-westlich orientierte Raum eine Achsenwirkung hat, die aus dem ursprünglichen formalen Garten stammt. Dieser Achseneffekt ist im charakteristischen englischen Landschaftsstil noch deutlich erkennbar. Die Achsenwirkung wird von dem Spaarne, durch das älteste Pflegeheim in Haarlem abgeschlossen, das noch immer gut funktioniert und von der Mennonitengemeinde gegründet wurde.

Funktion

Das Projekt ist eine Erweiterung des vom Architekten Jonkheit entworfenen Pflegeheims und bietet Platz für 21 Pflegbedürftige, die in einer sogenannten PG-Umgebung (Psychiatrie) leben.
Dazu gehören neben den einzelnen Wohnbereichen auch die nach Aktivitäten gegliederten Gemeinschaftsräume.

Form

Im Laufe der Zeit wurden die glockenförmigen Räume in der Gartengestaltung auf der Nordseite durch den Neubau aus den 60er Jahren und das Loch, das durch einen Parkkreisverkehr entstanden ist, beeinflusst. Das Projekt mit seiner Längsfassade schließt dieses Loch und schlägt eine Brücke zwischen den bestehenden Gebäuden des Architekten Jonkheit und den genannten Gebäuden aus den 60er Jahren.
Die Inspiration für die Fassade auf der Südseite ist der Waldrand, der die glockenförmigen Räume begrenzen sollte. Die Fassade besteht vollständig aus dunkelgrünem Glas, für die als Sonnenschutz stark kontrastierende Zedernholzjalousien angebracht wurden.
Das Gebäude manifestiert sich aus sorgfältig ausgewählten Blickwinkeln. Vom Park aus ist es kaum sichtbar und geht in den „Wald” über, während es vom Vorplatz aus eine logische Fortsetzung des bestehenden Hauptgebäudes von Jonkheit ist. Die gefaltete Fassade ist das Ergebnis einer sorgfältigen Untersuchung der Sichtlinien, der Positionen der vorhandenen Bäume und der Reflexionen und Schatten auf den Glasflächen. Die Nordfassade fügt sich nahtlos in die Ziegelarchitektur von Jonkheit ein und passt sich der großflächigen Erschließung des angrenzenden Geländes an.

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